Über Verantwortung und Gleichgewicht - das Zwielicht


Zwielicht meint hier nicht trübe Lichtverhältnisse. Es steht für das Bestehen von Licht und Dunkelheit nebeneinander und miteinander, zur selben Zeit. Es steht für Gegensätze, die im Gleichgewicht stehen, für die zwei Seiten der Medaille. Das Prinzip des Zwielichtes basiert auf der Schöpfungsthese, dass alles nur ist, weil es einen Ausgleich gibt. Und der Prozess des Ausgleichens bringt Veränderung. Leben zu Tod, aus Tod neues Leben. Aus Trümmern der Zerstörung werden Bausteine für ein neues Sein. Auf jeden Tag folgt eine Nacht, auf jede Nacht ein Tag. 

Dieses Prinzip verdeutlicht auch, dass unser Handeln immer mehr als nur eine einzige Folge haben wird. Es wird sich immer etwas auf zwei Seiten verändern. Es gemahnt daher auch, stets bedacht und umsichtig zu handeln, vorausschauend zu denken und abzuwägen. 


Auch werde ich Ihnen gegenüber bei meiner Tätigkeit stets ehrlich sein, und die guten hellen Aspekte, aber auch eben die dunklen und unschönen offenlegen. Und die Vorausschau und Abwägung kann auch dazu führen, dass ich einmal einen Auftrag nicht annehmen werde. So kann ein derzeit bestehender Zustand zum Beispiel durch höhere Einflüsse bedingt und notwendig sein. Ein Eingreifen kann untersagt sein oder unüberschaubare Folgen haben, denn nicht immer heiligt der Zweck alle Mittel.